Zwei Volksinitiativen heute eingereicht

Heute Freitag wurde ein Referendum und eine Volksinitiative in St. Gallen eingereicht, zwei Volksvorstösse, die nötig sind: Die Volksinitiative «für zeitgemässe Bibliotheken im Kanton St. Gallen» fordert die einführung einer Kantonsbibliothek im Kanton. Das Referendum gegen die Kürzungen bei den Ergänzungsleistungen will die geplanten Kürzungen in der Höhe von rund 4.5 Millionen Franken vors Volk bringen.

Beide Volksvorstösse waren wegen dem Sparpaket 2011 nötig. Im September des letzten Jahres hat das Kantonsparlament rund 100 Millionen Franken sparen müssen, weil es ein ein grosses Minus in der Kantonskasse gab, wegen den massiven Steuersenkungen bei den Reichen. Wie ich in meinem letzten Blogeintrag schrieb, sparten sie massiv: Wichtige Investitionen wie die Kantonsbibliothek wurden gestrichen, und gespart wurde unter anderem auch bei den Schwächsten in unserem Land; also bei diesen Leuten, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind.

Bei der Volksinitiative, wie auch beim Referendum, waren 4000 Unterschriften nötig – beide Male sammelten wir mehr als das Doppelte. Ich danke allen an dieser Stelle, die diese Volksvorstösse unterstützten und beim Sammeln der Unterschriften mithalfen.

Interessante Links

8000 Unterschriften gegen Kürzungen, DRS Regionaljournal
«Wissen muss allen zugänglich sein», Tagblatt

Selbstbeweihräucherung – und wir bezahlen mit

Heute morgen ist mir beim Blättern der Zeitung ein Inserat im Tagblatt aufgefallen: Das Rheintaler Wirtschaftsforum wird am 27. Januar 2012 zum 18. mal stattfinden. Die Rednerliste kommt einer Selbstbeweihräucherung des grenzenlosen wirtschaftlichen Liberalismus gleich. Einer der schärfsten Vertreter des schrankenlosen Liberalismus ist der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der am Wirtschaftsforum zur europäischen Machtpolitik referieren wird. Schüssels Ansichten sind radikal wie auch verblendet: Zum Einen beschuldigt er in einem Kommentar in der NZZ am 12. Oktober 2011 die us-amerikanische Politik für das Entstehen der Immobilienkrise. Diese Krise sei nur darum passiert, weil die Regierung die Politik «Jedem sein Eigenheim» verfolgte und deswegen die Zinse gesenkt hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schüssel derart blind ist um zu sehen, dass die Kredite für die Eigenheime von Banken fahrlässig an Bürger vergeben wurden, die sich nie und nimmer ein Eigenheim hätten leisten können. Weiterlesen